2.Liga Nord: Zu Hause eine Macht

Gibt es noch den sogenannten Heimvorteil?
Winden blieb vor eigenem Publikum ungeschlagen, Andau, Mönchhof, UFC Pama und Wimpassing waren daheim ebenfalls top.

Winden ist die einzige Mannschaft, die auf ihrer Sportanlage nicht bezwungen werden konnte. Vier Siege, zwei Unentschieden – so die stolze Bilanz der Fekete-Truppe. Auswärts lief es nicht so gut, lediglich zwei Dreipunkter stehen auf der Habenseite. Bei Fekete muss zuerst die Abwehr perfekt stehen, um dann in den kontinuierlichen Spielaufbau zu kommen. Gegen den UFC Pama wäre das Vorhaben fast schief gegangen, den 0:2-Rückstand konnte man aber noch egalisieren. „Der Platz und der Rasen in Winden sind gut zu bespielen“, vermutet Fekete einen leichten Vorteil.

Kapitän Wolfgang Bauer hingegen sieht die Kameradschaft im Vordergrund: „Wir sind so richtig eingespielt, eine verschworene Truppe. Vor eigenem Publikum geben wir dann etwas mehr als 100 Prozent!“
Bauer: „Wir spielen immer am Sonntag“
Die meisten Punkte daheim holte Herbstmeister Andau. „Wir spielen immer am Sonntag, da kommen viele Leute und betrachten das Match als Frühschoppen“, erklärt Trainer Christian Bauer. „Die Tribünenplätze sind auch sehr nahe am Platz, es gibt keine Absperrung – da herrscht schon eine tolle Atmosphäre.“ Lediglich der UFC Pama konnte die Festung im Hansag knacken, siegte dort 3:1. Mönchhof – bis eine Runde vor Schluss noch Herbstmeister – war sowohl daheim als auch auswärts brandgefährlich. Die „Minihofer“ holten in der Fremde sogar einen Punkt mehr als daheim. In der Beton4You-Arena wurde hart gekämpft.

Auch dort stehen die Zuseher nahe am Platz, die Längsgerade samt Kantinenbereich sorgt für tolle Stimmung. Wenn ein Auswärtstormann dann mit dem Rücken zum Kabinentrakt steht, bekommt er schon einiges von den Fans mit, die ihn verunsichern wollen.

„Der Platz hat schon auch Kult-Charakter“
Der UFC Pama holte daheim und auswärts gleich viele Punkte, nämlich 13. In der Fremde traf die Guttmann-Elf sogar öfter ins Tor als daheim. Dafür musste Tormann Julius Pentek in der UFC-Arena nur einmal die Kugel aus dem Netz fischen – bei der 0:1-Niederlage gegen Deutsch Jahrndorf.

„Der Platz hat schon auch Kult-Charakter“, weiß Trainer Michael Guttmann. „Daheim sind wir wirklich nur schwer zu biegen. Bei Heimspielen kommen viele Fans, auf der kleinen Tribüne ist man sehr nahe am Spielgeschehen.“

Die Deutsch Jahrndorfer sind hingegen auswärts stark unterwegs, blieben – wie Mönchhof – in der Fremde ungeschlagen. „Das ist mir etwas rätselhaft“, weiß Coach Rene Guttmann. „Daheim am Freitagabend auf der Birkenwiese spielen wir eigentlich sehr gerne“. Heimstark sind auch die Wimpassinger. Glaubt Trainer Michael Hartl an den Heimvorteil.

„Man hört immer wieder, dass man nicht gerne nach Wimpassing fahren will“, so der Coach. „Das ging mir auch als Aktiver schon so. Ebenso war’s mit Tadten. Daran habe ich keine guten Erinnerungen!“

Quelle: BVZ