„Fühlen uns im Stich gelassen“

▶ Draßburg und Neusiedl können der 25er-Regel nichts abgewinnen´
▶ Auch Verordnungs-Evaluierung „unsinnig“

Die vor kurzem evaluierte Form der absurden 25er-Regel im Breitensport macht die Lage für die rot-goldenen Vereine in der Fußball-Regionalliga nicht besser. Laut der erneuerten Verordnung sind Trainer, Betreuer und Schiedsrichter nämlich von den 25 Personen ausgenommen, die die Sportstätte betreten dürfen. Heißt im Klartext, dass jedes Team bei einem Fußballspiel genau eineinhalb (!) Ersatzspieler haben dürfte. In den Skigebieten aber Hunderte bei den Skiliften Schlange stehen…

„Eine absolut unsinnige Regel“, wettert Draßburg-Präsident Christian Illedits. Für sein Team sei damit „eine gute Vorbereitung auf die Rückrunde nahezu unmöglich“! Dem Liga-Vorletzten steht ein harter Abstiegskampf bevor, wichtige Vorbereitungsspiele und dabei etwaig einsetzbare Testspieler sind momentan nur eine Wunschvorstellung. „Wir fühlen uns schon ein wenig von den Gremien im Stich gelassen. Es ist nicht nachvollziehbar, warum wir gegen Bundesliga-Teams spielen dürfen, gegen Amateur-Mannschaften aber nicht. Wo ist denn da die Relation?“, sagt Illedits. Der für Mittwoch angesetzte Test gegen die AKA U18 kann stattfinden, da die Akademien zum Spitzensport zählen…

Konsequenzen drohen
Bei Nichteinhaltung der Regel, respektive der Durchführung von Testspielen gegen Amateur-Vereine, können Konsequenzen drohen – im schlimmsten Fall gar harte Sanktionen. „Es kann passieren, dass die für uns überlebensnotwendige Förderung gestrichen wird, oder wir sie zurückzahlen müssen. Dieses Risiko wollen wir nicht eingehen“, so Neusiedls Club-Manager Lukas Stranz.

 
Autor+Foto: Thomas Steiger / W.Haenlein – Krone E-paper