Vom „Überläufer“ zum Vorbild und Urgestein

Markus Schmidt ist seit bald 22 Jahren durchgehend beim SVM!
Seine Mentalität als Spieler wird im Abstiegskampf gefragt sein. Die Statistik weist ihn als einzigen ungeschlagenen Mattersburger Bundesliga-Trainer aus. Aber auch als den einzigen sieglosen. Markus Schmidt war genau ein Spiel Hauptverantwortlicher, zwischen Gerald Baumgartner und Namensvetter Klaus Schmidt , holte damals Ende August 2018 ein 0:0 bei Admira. Danach ging er zurück ins zweite Glied, seit letzten Sommer als der „unsichtbare“ Part eines Trainerduos an der Seite von Franz Ponweiser. „Er ist der, der letztlich den Schädl hinhält, aber wir entscheiden viel im Team.“
Reizt ihn die erste Reihe nicht? „Ich bilde mich fort, gehe jetzt die UEFA-Pro-Lizenz an – wo immer ich kann, werde ich versuchen, dem SVM zu helfen“, sagt Schmidt, das letzte Überbleibsel aus Regionalligazeiten beim Trainingslager in Portugal. „Im Somer werden es 22 Jahre“, erinnert sich der 42-Jährige an eine Zeit, als ein Transfer vom Lokalrivalen Rohrbach nach Mattersburg dem Wechsel zwischen Rapid und Austria gleichkam. „Ich hatte damals auch Angebote von Eisenstadt oder Untersiebenbrunn und bin heute noch heilfroh, mich so entschieden zu haben – der SVM gehört zu meinem Leben, ist meine zweite Familie!“
In der sich der „Überläufer“ als Vorbild einen Namen machte, trotz schwerer Verletzungen über 300 Pflichtspiele (UEFA-Cup, Bundesliga, Pokal, 2.Liga, Ostliga) absolvierte. Erst nach dem vierten Kreuzbandriss war die Karriere zu Ende, wurde er Nachwuchs- und Amateure-Trainer. Aktiver, laufintensiver Fußball ist sein Credo, die Heim-Misere im Herbst setzte dem Kämpferherz zu: „Das dürfen wir uns im Frühjahr keinesfalls mehr leisten.“

Autor+Foto: W.Haenlein – Krone

…zurück