Salomon: „Ich steige nicht ab“

Kein Mattersburger spielte im Herbst mehr, als der Routinier, der auch im Camp in Portugal voran geht.

Das Ego stellt er hinten an. Fürs Frühjahr ist er Optimist, weiß aber: „Jetzt müssen wir liefern!“
Man kann es mit Müdigkeit vom harten Training begründen, wenn man gegen einen unterklassigen Gegner ein dummes Tor bekommt, wie Mattersburg beim 3:1 im Probegalopp gegen den portugiesischen Viertligisten Tomar. Man kann aber auch klare Worte finden, wie das Patrick Salomon tat: „Wir haben uns fest vorgenommen, endlich diese billigen Gegentreffer abzustellen, wie sie uns den gesamten Herbst über verfolgten – da darf das nicht einmal mehr im Training passieren!“ Denn wie solle es sonst dann auf einmal in der Meisterschaft klappen?
Mit 1.502 Minuten spielte der 31-Jährige im Bundesliga-Herbst mehr als jeder andere Mattersburger, auf den verschiedensten Positionen. „Als ich merkte, das uns die Rechtsverteidiger ausgehen, habe ich den Trainern vorgeschlagen, dass ich das eben mache“, verrät Salomon, der schon Sechser, Achter, Zehner oder Außenbahnspieler war, auch im Training punkto Einstellung vorangeht. „Wenn du wo angestellt bist, hast du alles zu geben, damit der Verein erfolgreich ist – und ich bin sehr gerne in Mattersburg angestellt.“

Es ist sehr viel Potenzial vorhanden, davon bin ich überzeugt. Aber es ist jetzt auch fertig mit lernen – wir müssen liefern!
Für Trainer Franz Ponweiser ist der Routinier auf dem Feld „eine große Hilfe, weil er viel einteilt, redet.“ Und weiß, dass es nur im Team funktionieren kann, „jeder sein Ego hintanstellen muss. Der SVM war immer nur dann erfolgreich, wenn die elf Spieler am Platz zusammen funktionierten.“
Mangelnde Routine des Trainerteams lässt er nicht gelten. „Unsere Matchpläne sind gut – nur wir hielten uns zu oft nicht dran. Es ist richtig und wichtig, dass man in Mattersburg nach ein paar Misserfolgen nicht gleich den Kurs korrigierte“, sieht Salomon im Frühjahr die Mannschaft gefordert und verspricht: „Ich steige nicht ab. “Wer ihn hier bei der Arbeit sieht, ist geneigt, ihm das auch zu glauben.

Autor+Foto: Wolfgang Haenlein/Troia – Krone

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