Relegationsfluch keine Belastung

▶ Davon sind zumindest Parndorf-Coach Paul Hafner und sein Kapitän David Dornhackl überzeugt
▶ Kein Klub musste öfter in ein direktes Duell um Auf- oder Abstieg
▶ Fünf von sechs gingen jedoch verloren

Kein Fußballklub in Österreich hat in den letzten 25 Jahren öfter Relegation gespielt als Parndorf. Allerdings ist auch keiner öfter in diesen Duellen, die so brutal über Auf- oder Abstieg entscheiden, gescheitert. Gleich fünf der sechs Parndorfer Relegationen (siehe Kasten), jeweils um einen Platz in der 2. Liga, gingen verloren…

So gesehen ist der bevorstehende Kampf mit den Vizemeistern aus Niederösterreich (Krems) und Wien (Mauer oder Donau) um den letzten freien Platz in der Regionalliga Ost auch ein Kampf gegen den Parndorfer Relegationsfluch. Eine Belastung? „Gar nicht“, sagt David Dornhackl, „das hat damals weh getan, hat ein halbes Jahr weh getan, ist aber längst abgehakt. Außerdem kenne ich ja auch die andere Seite, wie schön es sein kann, wenn man es schafft.“ Insgesamt war der Kapitän schon in drei Relegationen bzw. sechs Spielen dabei – gegen Blau-Weiß Linz 2013 mit Happy End, gegen LASK 2014 und Austria Klagenfurt 2015 hatte es jeweils knapp nicht gereicht.

Sein Trainer Paul Hafner erinnert sich noch gut ans allererste Scheitern 2004, als man in Gratkorn ein 0:0 ermauerte, dann daheim nach Werner Hoffmanns Führungstreffer den Sitzer aufs 2:0 ausließ, ehe nach dem 1:1 die Tränen flossen. Mit Hafner als Spieler, später war er als Co-Trainer und Trainer dabei – etwa beim Triumph über Blau-Weiß!
Mehr als der Relegationsfluch beschäftigen ihn die verletzungsbedingten Ausfälle von Mario Wendelin und Samuel Durek. Zusätzlich erschwerend: Da Parndorf Samstag in Krems und Mittwoch daheim gegen den Zweiten aus Wien spielt, kann es sein, dass die Gegner in ihrem Duell in Spiel drei genau wissen, welches Ergebnis sie „brauchen“…

 
Autor: Wolfgang Haenlein
 

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