Selbstbewusst in die Gästekabine

▶ Thomas Jusits spielte in neun Jahren weit über 200mal für Parndorf
▶ Heute kommt er mit St. Margarethen zum Burgenlandliga-Schlager
▶ Oberwart setzt auch gegen Bad Sauerbrunn auf Coach Patrick Tölly

Thomas Jusits wird heute aufpassen müssen, dass er nicht in die falsche Kabine geht. Denn der Abwehrchef des SV St. Margarethen hat weit öfter für Parndorf gespielt, als alle, auf die er heute im Burgenlandliga-Schlager in Parndorf treffen wird – falls Kapitän David Dornhackl erneut passen muss. Zwar nicht sein erstes Gastspiel bei jenem Klub, für den er in neun Jahren weit über 200 Pflichtspiele bestritt und die Gästekabine daher nur vom Vorbeigehen kannte, „aber erstmals ist es Erster gegen Vierter, kommen wir auch mit breiter Brust.“
Zurecht. Denn der Saisonstart seiner „Margredner“, die die abgelaufene Saison noch als Vorletzter beendet hatten, kann sich sehen lassen. Für Jusits in erster Linie Verdienst von Trainer-Routinier Franz Lederer: „Ich habe in meiner Karriere ja schon einige erlebt, aber noch kaum einen, der ein Team so gut auf den jeweiligen Gegner einstellt.“
Gelingt das auch heute, wäre es trotzdem eine Überraschung. „Parndorf ist Favorit, hat die beste Offensive der Liga, da heißt es aggressiv, kompakt dagegen halten“, weiß der 36-Jährige. Parndorf-Trainer Paul Hafner ist gewarnt: „Wer Ritzing schlägt, muss gut sein!“
Oberwart setzt auch heute in Bad Sauerbrunn auf Interimscoach Patrick Tölly. „Wir haben keinen Stress“, sagt der Sportliche Leiter Peter Lehner, „bis wir nicht jenen Trainer finden, von dem wir absolut überzeugt sind, ändert sich nichts.“

 
Autor+Foto: Wolfgang Haenlein