„Ich rechne mit dem Abbruch der Saison!“

BFV-Präsident Gerhard Milletich glaubt nicht an ein Weiterspielen.  Bis Mitte April hofft er auf eine Entscheidung, wie „gewertet“ wird.

Als Unternehmer weiß Gerhard Milletich natürlich nur zu gut, „dass es momentan weit Wichtigeres gibt, als den Amateurfußball.“ Als Präsident des Burgenländischen Fußballverbandes ist er aber gerade für diesen zuständig und macht sich dementsprechend seine Gedanken und Sorgen. „Ich kann mir jedoch beim besten Willen nicht vorstellen, dass wir diese Saison noch fertig spielen werden“, bezeichnet es der BFV-Boss bei allen Hoffnungen als „nach jetzigem Stand undenkbar, in ein paar Wochen wieder Fußball zu spielen, zumindest unterhalb der Bundesligen.“

Mit seinen Mitarbeitern im BFV ist er genauso ständig in Kontakt wie mit dem ÖFB, auch mit vielen Vereinsvertretern, „die durchwegs Verständnis für diese einzigartige Situation zeigen. Man kann schließlich schwer sagen, dass Schulen geschlossen bleiben, soziale Kontakte auf ein Minimum reduziert werden müssen und wir auf der anderen Seite wieder spielen – Fußball ist ein Kontaktsport.“

Aber wie geht es dann weiter? Was passiert mit der bisherigen Meisterschaft? „Da muss und wird es natürlich eine einheitliche Lösung für ganz Österreich geben“, sagt Milletich, der hofft, dass es nach der ÖFB-Präsidiumssitzung Mitte April eine Entscheidung geben wird. „Grundsätzlich stehen zwei Szenarien im Raum: Entweder man annulliert die komplette Saison oder man wertet nach der Hälfte, also wenn jeder einmal gegen jeden gespielt hat.“

Funktionäre gefordert
Wie hoch der wirtschaftliche Schaden sein wird, ist schwer abzuschätzen, „bei den meisten Amateurklubs wird er sich aber in Grenzen halten“, sagt Milletich, der jetzt zahlreiche ehrenamtlichen Funktionäre gefordert sieht – und dem es vor allem weh tut, „dass die vielen Kinder nicht Fußball spielen können.“

Autor: Wolfgang Haenlein – Krone


Foto: BFV
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