ANPFIFF!

Bundesliga bekam mit Präventionskonzept grünes Licht der Politik
▶ Die Mitspieler von positiv Getesteten dürfen trainieren und spielen
▶ Cupfinale im Mai ▶ Keine Entscheidung bei Konferenz der zweiten Liga

Sie kam plötzlich, aber mit Überzeugung: die Becker-Faust! Die ÖFB-Präsident Leo Windtner nach jenem Termin ballte, bei dem es gestern um 9.39 Uhr grünes Licht für den Neustart der Fußball-Bundesliga gab! Der Spielbetrieb der höchsten Spielklasse soll am 2. Juni ohne Zuschauer starten, am 30. Mai könnte das Cupfinale stattfinden.

Ein Schirm macht es möglich, dass für den Fußball wieder die Sonne scheint: „Der wird um all jene Personen gespannt, die auf den Rasen müssen, sie sind in einem eigenen System“, so Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer über das mit der Politik erarbeitete „Präventionskonzept“. Bei dem sich alle Akteure vor dem ersten Mannschaftstraining testen lassen müssen. Im Falle eines positiven Tests muss der Betroffene in Quarantäne, der Rest hat dann im privaten Leben ebenfalls daheim zu bleiben, darf aber weiter zu Trainings und Spielen!

Vor jeder Partie gibt es PCR-Tests, dazu kommt ein Gesundheitstagebuch der Spieler, wird weiter täglich vom Teamarzt die Temperatur gemessen. „Mir fällt ein Stein vom Herzen, wenn die Fenster oben aufgehen, wird man an der Basis aufatmen“, so Windtner über die 2200 Vereine mit 300.000 Spielern. Denn gleichzeitig mit der Erlaubnis des Mannschaftstrainings in der Bundesliga erfolgt am 15. Mai die Öffnung der Freiluft-Sportstätten, Trainings im Nachwuchs- und Amateurbereich sind unter Einhaltung des Zwei-Meter-Abstands möglich.

Dem Fußball schreiben Gesundheitsminister Anschober und Sportminister Kogler eine „Vorreiterrolle“ zu – wenn Teams mit dem Ziel Spitzensport im Freien, bei denen Entgelte bezahlt werden, ein ähnliches Konzept vorlegen, soll auch hier „normales“ Training erlaubt sein. Das dürfte allerdings fast unmöglich sein.

Autor: F.Gröger

Foto: FC Salzburg

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