Nach Skandal droht LASK der Ausschluss

▶ Wegen Verstoß gegen die Verordnungen der Regierung eröffnet der Senat 1 der Bundesliga Ermittlungen gegen Tabellenführer ▶ Linzer schaden mit heimlichem Mannschaftstraining auch der ganzen Liga.

Bereits am Vormittag war der LASK mit den Vorwürfen konfrontiert worden – und um 15.30 Uhr platzte schließlich die Bombe: Die Bundesliga leitete beim Senat 1 ein Verfahren gegen den Tabellenführer ein! Weil Videos aufgetaucht waren, die eine Trainingseinheit mit ganz normalem Mannschaftstraining zeigen. Samt Zweikämpfen und so weiter und so fort. Was eigentlich für die Bundesligaklubs erst ab heute wieder erlaubt wäre. Laut Beschluss vom 16.April waren bis gestern nur Einheiten in kleinen Gruppen erlaubt.
Noch dazu fand das Training in der Raiffeisen Arena, also in der Heimstätte des LASK, statt. Außerdem soll es erst dieser Tage stattgefunden haben und kein Einzelfall gewesen sein. Aufgrund dieser Indizien wird nun wegen eines möglichen Verstoßes gegen den Grundgedanken des Fairplay ermittelt. Ein Mega-Skandal, der die Bemühungen der letzten Wochen, den Neustart der Bundesliga zu ermöglichen, ad absurdum führt und den heimischen Fußball in Bedrängnis bringt. Dem LASK droht noch Schlimmeres. Der Strafrahmen wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Fairplay reicht von einer Ermahnung über eine Geldstrafe und Punkteabzüge bis zu einem Zwangsabstieg– und einem Ausschluss aus dem Fußball-Bund.

Täter-Opfer-Umkehr
Dem noch nicht genug, stellte sich der LASK zuvor mit der Veröffentlichung von Videoaufnahmen, die einen Einbruch in die Raiffeisen Arena zeigen, als Opfer einer Wirtschaftsspionage dar. Eine Täter-Opfer-Umkehr par excellence. Der LASK verteidigt sich, stellte klar, dass die Spieler zu keinem Zeitpunkt gefährdet waren und dass die Maßnahmen der Linzer nachweislich strenger sind als jene, die für den Trainingsbetrieb vorgeschrieben sind.

Autor: D.Lemberger

Fotoquelle: Andreas Baumgartner Redakteur der StadtRundschau Linz

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