Die härtesten Strafen

▶ Vom ÖFB-Präsidenten abwärts ist Österreichs Fußball-Szene über den LASK fassungslos ▶ Auch rechtliche Schritte werden angedroht.

Fassungslos! Das war nicht nur ÖFB-Präsident Leo Windtner, als er vom LASK-Skandal erfuhr, wenig später auch die Videos erhielt: „Das ist ein grobes Foul am Fußball mit einer längerfristigen schlimmen Verletzung“, so seine erste Reaktion. „Wir haben nach den schwierigen Verhandlungen mit der Politik eine Aufbruchsstimmung verspürt, sind immer davon ausgegangen, dass sich alle an die Regeln halten, ich bin total fertig, dass jetzt so etwas passiert ist.“
Windtner will zwar den LASK nicht vorverurteilen („Jeder hat das Recht, seine Sicht der Dinge klarzulegen“), bezüglich möglicher Sanktionen findet er klare Worte: „Da muss es die härtesten Strafen geben, daran führt kein Weg vorbei!“
Bundesliga-Boss Philipp Thonhauser, zugleich auch Präsident der Admira, hält sich mit seiner Meinung über die Linzer ebenfalls nicht zurück: „Die Vorkommnisse haben uns zutiefst erschüttert und lassen uns sprachlos zurück. Die Admira behält sich für alle Eventualitäten sämtliche rechtlichen Schritte vor.“
„Desaster“, „Sport-Ibiza“, „Vertrauensmissbrauch“ – die Worte, die hinter vorgehaltener Hand von vielen Fußball-Funktionären gewählt werden, sind deftig. Aber angesichts der Linzer Unverantwortlichkeit, ja eigentlich „Frechheit“, mehr als verständlich!

Autor: Peter Klöbl

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