Der „Blödsinn“ sorgt weiter für Chaos!

▶ Verantwortliche des LASK zeigten sich nach Skandal-Video reumütig
▶ Strafe vom Senat 1 der Bundesliga soll es vorm Start am 2. Juni geben
▶ Der „Übeltäter“ sieht sich für die Verhandlungen aber schon gerüstet

Das Modell wird durch dieses grobe Foul nicht gefährdet“, sagt Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Zumindest hat der LASK-Skandal (vorerst) keine Auswirkungen auf die Fortsetzung der Saison. Da die Linzer aber bewusst unerlaubt Mannschaftstrainings absolviert haben, blieb den Verantwortlichen gestern nur eine Möglichkeit – sich zumindest zu entschuldigen. „Es war ein Blödsinn, ein großer Fehler“, so Vizepräsident Jürgen Werner. Auf Wunsch von Trainer Valérien Ismaël (O-Ton: „Um die Spieler vor Verletzungen zu schützen“) hatte man in vier Einheiten gegen die Maßnahmen verstoßen, zum ersten Mal bereits vor drei (!) Wochen. „Wir waren auf der falschen Fährte, jetzt müssen wir aber dazu stehen“, sagt Werner, der alles abgesegnet hatte und deshalb seinen Rücktritt anbot. Präsident Siegmund Gruber lehnte diesen aber ab.

Belastendes Material?
Erledigt ist damit noch lange nichts, der Senat 1 der Bundesliga ist jetzt am Zug. Man hält sich beim Verfahren an den Paragrafen 111a der ÖFB-Rechtspflegeordnung, der Strafrahmen ist groß (siehe Kasten links). Ein Urteil soll es bis 2. Juni geben. Das knappe Zeitfenster könnte aber zum Problem werden, vor allem wenn der LASK in Berufung(en) gehen sollte: Ein endgültiges Urteil könnte es dann erst nach Ende der Meisterschaft geben – da droht Chaos. Zumal Gruber bereits ankündigte, dass es auch von anderen Klubs belastendes Material gibt.

Autor: Daniel Lemberger

Fotoquelle: Andreas Baumgartner Redakteur der StadtRundschau Linz

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