Urteil nach der Saison?

▶ LASK sandte Bundesliga bis Fristende kein belastendes Material über andere Klubs ▶ Verfahren könnte bis nach Ligaende dauern.

Bis Dienstag hatte die Bundesliga dem LASK Zeit gegeben, ihr das Videomaterial über angebliche Corona-Trainingsverstöße anderer Bundesligisten zukommen zu lassen, in dessen Besitz der selbst überführte Tabellenführer laut den Klubbossen Siegmund Gruber und Jürgen Werner ist. „Der LASK hat uns kein Material zugespielt, darauf verwiesen, dass man alles mit dem Senat 1 aufarbeiten werde“, so die Bundesliga gestern Abend. Als auch eine bis Mitternacht mögliche Stellungnahme der Linzer gegenüber jenem Senat 1 noch nicht erfolgt war, der bis zum Liga-Restart am 2.Juni sein Urteil fällen will. Danach hat der LASK 14 Tage Zeit, beim Protestkomitee Einspruch einzulegen. Mit dessen Urteil wäre der ligainterne Instanzenweg nach weiteren ein bis zwei Wochen abgeschlossen, ehe dem LASK vier Wochen blieben, um sich an das Neutrale Schiedsgericht zu wenden, das wiederum binnen zwei Wochen entscheidet. Heißt: Das Verfahren könnte nicht nur während des Spielbetriebs laufen, das Urteil könnte erst nach dem Saisonende (5. Juli) fallen.

Autor: O.Gaisbauer

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