Letzte Galgenfrist für Mattersburger

Senat 5 der Bundesliga leitete Lizenzverfahren gegen den SVM ein
Bis zur Generalversammlung am Mittwoch muss Budget fix stehen
Jetzt tauchte auch der Verdacht um gefälschte Sponsorverträge auf

Eine letzte Galgenfrist vor dem endgültigen Aus? Oder kann man beim finanziell arg gebeutelten SV Mattersburg doch die Kurve kratzen? Wobei kein Tag ohne neue Leichen im Keller vergeht: Gestern tauchte auch noch der Verdacht auf, dass in der Commerzialbank von Ex-Klubboss Martin Pucher Sponsorverträge von der Energie Burgenland gefälscht und höher ausgewiesen worden seien, als tatsächlich Geld floss…
Der Senat 5 eröffnete jedenfalls ein Verfahren gegen die Burgenländer, die bis nächsten Donnerstag den Nachweis erbringen müssen, dass man alle Auflagen für den Erhalt der Profilizenz erfüllt. Dies umfasst sportliche, personelle, rechtliche und infrastrukturelle Kriterien. Zudem ist der Klub gefordert, seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit im Hinblick auf die kommende Saison nachzuweisen. Laut Liga-Vorstand Christian Ebenbauer waren die Angaben gegenüber dem Senat 5 „nicht ausreichend“.

Sanierungsverfahren?
De facto haben die Mattersburger bis Mittwochabend Zeit, ein Sanierungsverfahren einzuleiten und das Budget für 2020/21 auf die Beine zu stellen. Denn da steigt die Generalversammlung, bei der die Mitglieder darüber abstimmen, was Vizepräsident Hans Georg Deischler und sein kleines Team auf die Beine stellen. „Bis dahin muss alles fix stehen, samt ausreichend frischem Kapital auf einem Treuhandkonto“, weiß der Langzeitfunktionär, der nach dem Bilanzskandal der Bank rund um die Uhr unterwegs ist, um den Scherbenhaufen aufzuräumen.
An seiner Seite kämpft Trainer Franz Ponweiser, der Kontakte zu Investoren knüpfte, aber zum ÖFB in die Trainerausbildung wechselt. „Bis Donnerstag stehe ich dem SVM aber mit aller Kraft zur Verfügung.“ Danach ist ohnehin die Liga am Wort.

Autor: W.Haenlein

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