Die seltsamen Covid-Blüten

Man muss nicht alles verstehen, was in Zeiten wie diesen abgeht. Schon gar nicht im Sport. Wo, zumindest „unterhalb“ der Profis, seit Monaten Stillstand herrscht. Seit dieser Woche dürfen sich wenigstens endlich wieder unsere Kinder bewegen bzw. im Freien im Verein trainieren.

Der Zugang der Bundesregierung, wonach Vereine nur dann ihren Sport ausüben dürfen, wenn sie an bundesweiten Wettbewerben teilnehmen, aber treibt indessen seltsame Blüten. So haben dank dieser Möglichkeit die Fußballerinnen der zweithöchsten Spielklasse ebenso wieder ihr Training aufgenommen, wie etwa auch die Baseballer der 2.Bundesliga Ost, während Fußballer der Regionalligen und darunter weiter Pause haben.




Um nicht missverstanden zu werden: Es geht hier keinesfalls darum, anzuprangern, dass etwa die Kickerinnen von Neusiedl am See oder die Baseballer der Grazy Geese Rohrbach, die bis auf den Import-Spielertrainer allesamt Mitgliedsbeitrag bezahlen, endlich wieder ihr Hobby ausüben dürfen. Sondern um Verhältnismäßigkeit. Warum andere nicht genauso dürfen. Ostligisten und größtenteils auch die Klubs der Fußball-Landesligen betreiben einen ungleich höheren Aufwand, bleiben aber trotz der ebenfalls längst bekundeten Bereitschaft, alle Sportler und Betreuer regelmäßigen Covid-Tests zu unterziehen, außen vor. Welche Qualifikationen benötigt eigentlich ein Sportminister?

Autor: W.Haenlein

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code