Auswärts zählen Europacup-Tore wie im Heimspiel

UEFA-Reform. Eine der ältesten Europacup-Konstanten hat ausgedient: Die UEFA hat das sofortige Ende der Auswärtstorregel beschlossen. Treffer, die in fremden Stadien erzielt werden, zählen bereits ab der demnächst beginnenden Saison so viel wie in Heimspielen.

Die Auswärtstorregel war 1965 eingeführt worden. Sie fand in der Champions League und der Europa League Anwendung. Der alte Trainer-Spruch vom „wichtigen Auswärtstor“ hat somit ausgedient.




Mehr Verlängerungen
Dafür wird die Anzahl der Verlängerungen (und wohl auch Elfmeterschießen) in internationalen Duellen ansteigen: Wenn nach 180 Spielminuten das Torverhältnis unentschieden ist, genießt der Gastgeber im Rückspiel noch 30 weitere Minuten Heimvorteil. Das wurde von mehreren Experten so empfohlen und schließlich vom UEFA-Exekutivkomitee beschlossen. Weil die alte Regel, die sich mit damals viel anstrengenderen Anreisen aus dem Ausland begründete, nicht mehr fair sei.

Weiterhin zum Einsatz kommt die Auswärtstorregel beim Nationalteam. Etwa in den Play-offs mit Hin- und Rückspielen zur Qualifikation für eine EM.

Autor: Kurier