Von Neulengbach nach Pinkafeld sind es gut eineinhalb Autostunden

▶ Für Maximilian Senft war die Strecke Teil eines „bewegten Samstags“
▶ Nach 1:5 mit den Damen erfreute ihn ein 8:0 in der Burgenlandliga

300 Kilometer für jede Menge Tore
Drei- bis viermal in der Woche trainieren die Bundesliga-Fußballerinnen des FC Südburgenland und die Landesliga-Kicker aus Pinkafeld. Hintereinander. Wenn die Herren den Platz verlassen, gehört er den Mädels. „Das funktioniert super“, sagt Maximilian Senft, der als Trainer beider Teams so wie sein „Co“ Benjamin Posch jeweils dreieinhalb Stunden am Platz steht: „Aber das ist ja meine Leidenschaft.“

Für die er mitunter Kilometer fressen muss. 300 waren es Samstag von Pinkafeld nach Neulengbach und wieder zurück. Gefahren ist er in Niederösterreich schon kurz vor Schluss, mit einem 1:5 beim Vizemeister im Gepäck. Angekommen im Landessüden eine halbe Stunde vor Anpfiff. Um sich den bewegten Tag noch mit acht Toren versüßen zu lassen. Ist Pinkafeld nach dem 8:0 über Kohfidisch Titelanwärter? „Wir sagten immer, dass wir vorne mitspielen wollen. Aber man muss so ein Spiel, in dem alles aufgeht, auch richtig einschätzen“, ist der 32-Jährige weit davon entfernt, euphorisch zu werden.

„Gute Ansätze“
So wie er für seine Damen keinesfalls schwarz sieht, auch wenn es in den nächsten Runden mit St.Pölten, Austria und Vienna knüppeldick kommt. „Die Ansätze waren gut, es dauert aber, bis sie meine Ideen innehaben.“ Apropos. Das Schwierigste am Doppeljob ist, „den Zugang zum jeweiligen Spiel nicht durcheinander zu bringen, wenn es am selben Tag ist.“ Wobei so ein Kantersieg des FC Südburgenland schon auch Charme hätte.

Autor: Wolfgang Haenlein

Foto: SC Pinkafeld