„Jetzt oder nie mehr!“

Mit dem designierten ÖFB-Boss Gerhard Milletich und Sport-Austria-Präsident Hans Niessl stellt des kleine Burgenland bald zwei der wichtigsten Sportfunktionäre.
Seit am frühen Samstagabend in Salzburg quasi weißer Rauch aufstieg, Gerhard Milletich im zweiten Wahlgang zum designierten ÖFB-Präsidenten gekürt wurde, stand das Handy des Parndorfers kaum noch still. Interviews, Glückwünsche, das übliche Programm.

Unter den Gratulanten auch Alt-Landeshauptmann Hans Niessl , selbst seit zwei Jahren Präsident von Sport Austria. Womit das im rot-weiß-roten Sportgeschehen nicht unbedingt federführende Burgenland künftig gleich zwei der wichtigsten Sportfunktionäre Österreichs stellt: „Milletich ist eine hervorragende Wahl, weil er den Fußball von der Basis her bestens kennt.“

Auch Niessls Nachfolger Hans Peter Doskozil und Sportlandesrat Heinrich Dorner wünschen Milletich in seiner neuen Funktion viel Glück und loben die bisherigen Erfolge des 65-Jährigen. Der als ÖFB-Präsident in Zeiten wie diesen kein einfaches Amt antritt, weit mehr in der Öffentlichkeit stehen und letztlich an seinen Taten gemessen wird. „Ich habe in meinem Leben Chancen, die sich geboten haben, immer ergriffen – auch beruflich“, begründet der Unternehmer, warum er sich vom relativ ruhigen Job eines Landesverbandsbosses aufs glatte Parkett begibt: „Jetzt habe ich die Möglichkeit, im Fußball etwas zu bewegen, oder nie mehr!“

Wie die Lücke im BFV geschlossen wird, die Milletich hinterlässt? Findet sich im Vorstand einer, der das Präsidentenamt übernehmen will und die Zustimmung der Vorstandskollegen erhält, kann er laut Statuten übernehmen und die bis März 2024 dauernde Amtsperiode erfüllen, ansonsten muss eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden, um einen neuen Präsidenten zu wählen. Bis dahin würde das dienstälteste Vorstands-Mitglied, aktuell Vizepräsident Konrad Renner , die Geschäfte interimistisch führen.

 
Autor: Wolfgang Haenlein
 

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