Großes Rätsel und ein Lösungsansatz

▶ Während Neusiedls Ostliga-Kicker nach wie vor den „Heimvorteil“ ad absurdum führen, scheinen sich die Draßburger gefangen zu haben
▶ Lederer-Elf zum zweiten Mal zu Null, Seestädter auswärts souverän

Punkteausbeute zuhause: Null. Auswärts: 13 von 15 Möglichen!
Neusiedls Ostliga-Kicker führen seit Saisonbeginn beharrlich den „Heimvorteil“ ad absurdum, diesmal wieder sehr zur Freude ihres Sportlichen Leiters Günter Gabriel. Der nach dem 3:2 in Leobendorf vor allem die Moral seiner Truppe lobte: „Eigentlich hätten wir nie zurückliegen dürfen, weil wir von Beginn an besser waren und auch Top-Möglichkeiten herausspielten, trotzdem war es sehenswert, wie die Burschen sogar den 0:2-Rückstand wegsteckten.“ Wozu auch der von Goalie Bartolomej Kuru parierte Elfmeter beitrug.

Trotzdem ist da ja auch noch die Kehrseite der Medaille, die Gabriel im Magen liegt, ihm ein großes Rätsel ist: „In Wahrheit hätten wir auch daheim keine Partie verlieren müssen, selbst gegen die Vienna nicht – aber es hat den Anschein, als ob uns vor eigenem Publikum die Kaltschnäuzigkeit fehlt.“ Nicht ganz ernst gemeinter Nachsatz: „Vielleicht lass ich die Burschen ja vor dem Heimspiel am Freitag gegen TWL Elektra über Mattersburg zum Platz fahren, damit sie glauben, sie spielen auswärts.“ Was ihn insgesamt aber positiv stimmt: „Wir spielen gepflegten Fußball.“ Und Kapitän Patrick Kienzl hat als Mittelfeldspieler schon sechsmal getroffen.

Konkurrenzfähig
Solch ein „Unterschiedsspieler“ fehlt Draßburg, mit dem zweiten zu Null in Folge hat man aber auch dort einen Lösungsansatz gefunden. „Eine ganz wichtige Geschichte“, weiß Trainer Franz Lederer, der vor allem Kapitän Dejan Cosic und Moaz Abd El Rehim als Sechser für die neue Stabilität verantwortlich macht. So ist Draßburg in der Ostliga definitiv konkurrenzfähig.
 
Autor: Wolfgang Haenlein
 
Foto: SC Neusiedl