(Fast) wie vor 19 Jahren

▶ Parndorf startete mit neun Siegen furios
▶ Zuletzt legte man 2002/03 derartig los
▶ Mikus und Charizopulos schlugen voll ein

Dass wir nicht absteigen wollen, kann ich jetzt wohl nicht mehr sagen“, grinst Paul Hafner. Seit 18 Jahren, seit Juli 2003, ist er in Parndorf, war Spieler, Trainer, Nachwuchsleiter, Sportlicher Leiter und jetzt wieder Trainer – so einen Saisonstart hat er aber noch nicht erlebt. Klar, es ist ja auch schon 19 Jahre her, als unter Trainer Andi Hackstock alle (!) Herbstspiele gewonnen wurden.
Hafners Schützlinge sind auf einem guten Weg, es der Landesliga-Meistertruppe von 2002/03 nachzumachen. 4:0, 4:1, 4:1, 3:1, 2:0, 2:1, 4:0, 2:0 und 4:0 – neun Spiele, neun Siege, beeindruckend! „Es funktioniert wirklich ganz gut“, ist der Trainer natürlich rundum zufrieden. Und kennt auch die Gründe für den Erfolgslauf. „Alle drei Neuen haben voll eingeschlagen, vor allem Mikus und Charizopulos – der eine macht fast aus jeder Chance ein Tor, der andere ist ein richtig guter Fußballer.“ An ihrer Seite reiften auch „Urgesteine“ wie Umprecht oder Felix Wendelin zu Führungsspielern.

Keine Verletzten
Dazu kommt, dass er praktisch keine Ausfälle zu beklagen hat, beim 4:0 über Deutschkreutz begann zum sechsten Mal in Folge dieselbe Startelf. „Vielleicht macht es sich jetzt bezahlt, dass wir in Coronazeiten auf freiwilliger Basis trainiert haben“, sagt Hafner, der natürlich längst Appetit auf mehr bekommen hat. Etwa auf den großen Hit am 8. Oktober gegen die ebenfalls noch unbefleckten Oberwarter. Die davor freilich noch Siegendorf empfangen, während kaum jemand am 10. Parndorfer Streich Freitag in Oberpetersdorf zweifelt.

 
Autor: Wolfgang Haenlein
 
Foto: SC/ESV Parndorf