Altersschnitt 17 Jahre – „Wir bauen auf Junge“

St. Georgen geht zu seinen Wurzeln zurück!
Der UFC St.Georgen/Eisenstadt ist abgeschlagen Letzter in der 1.Klasse Nord, zuletzt gab es gar ein 0:7-Heim-Debakel gegen Rust. Der Verein befindet sich im kolossalen Umbruch, der eigene Nachwuchs wird (wieder) eingebunden und forciert – alle (!) Spieler des Kaders stammen aus der UFC-Jugend.

Die Tabelle der 1.Klasse Nord liest sich für alle St. Georgen-Fans nicht schön, mit nur zwei Punkten aus elf Runden ist man deutliches Schlusslicht. Doch Obmann Erwin Nemeth betont, dass dem UFC die Schwere dieser Saison bewusst war: „Uns war klar, dass es fast unmöglich sein wird, die Liga zu halten.“ Ein ehrliches Statement, das bei genauerer Betrachtung auch einleuchtet.
St. Georgen spielt mit einer unerfahrenen Truppe, mit einem Altersschnitt von 17 Jahren, der Verein selbst geht (gezwungenermaßen) zurück zu seinen Wurzeln, junge Spieler sind jetzt Hauptdarsteller. „Die Zeit hat einfach auch gezeigt, dass es nur mit dem eigenen Nachwuchs geht, wir bauen auf Junge“, so Nemeth.
Alle Kicker des aktuellen Kaders stammen aus dem UFC-Nachwuchs, Legionäre gibt’s nicht – und wird es laut Nemeth auch nicht geben: „Die Burschen sollen unter Druck Fußball spielen lernen. Wenn wir einen Legionär holen, spielt ein Einheimischer nicht und das ist nicht unser Credo.“ Der aktuelle Erfolg bleibt zwar aus, die Situation ist hart – doch die Nachhaltigkeit in der Klub-Philosophie kann langfristig zum Trumpf werden.

Autor: Thomas Steiger – Krone E-paper