Ein Präsident auf Zeit

Der neue BFV-Boss Günter Benko spricht in der „Krone“ über anstehende Aufgaben, die Drittklassigkeit und richtet einen Impf-Appell !

Herr Benkö, wie werden Sie Ihre neue Aufgabe als Präsident des Burgenländischen Fußballverbandes anlegen?

Ich kenne den Betrieb nach 22 Jahren im Vorstand natürlich sehr gut, werde mich in den nächsten Tagen aber mit Geschäftsführer Karl Schmidt kurzschließen, um herauszufinden, was aktuell ansteht, um zum Wohle der Vereine zu arbeiten.

Ein besonderes Anliegen Ihrerseits?

Ich bin überglücklich, dass die Herbstmeisterschaft praktisch schon in trockenen Tüchern ist, was ja zu Pandemie-Zeiten keinesfalls sicher war. Womit wir nach zwei Jahren auch wieder Auf- und Absteiger haben werden. Trotzdem kann ich nur an alle Beteiligten appellieren, sich impfen zu lassen. Wir wissen alle nicht, was uns im kommenden Winter diesbezüglich bevorsteht.

Seit dem SVM-Aus ist der burgenländische Fußball nur noch drittklassig. Sehen Sie einen Klub, der mittelfristig zumindest in die 2. Liga aufsteigen könnte?

Einige! Vor allem in der Landesliga haben wir mit Oberwart, Siegendorf oder Parndorf ambitionierte Vereine, in der Ostliga ist es Neusiedl zuzutrauen. Die Unterstützung des Verbandes wird jeder bekommen.

In Ihrer Kernkompetenz als ehemaliger FIFA-Referee, bei den Schiedsrichtern, sieht es auch nicht besser aus.

Da haben wir mit Florian Jandl immerhin einen in der 2. Bundesliga, arbeiten seit Jahren mit Sichtungs- und Förderkader gut. Letztlich ist das aber eine Frage der Persönlichkeiten bzw. des Engagements des Einzelnen.

Wie geht es mit Ihrer Tätigkeit in der ÖFB-Schirikommission bzw. -projekten weiter?

Die lege ich genauso zurück wie den Schiriobmann im BFV. Als Verbandspräsident bin ich voll ausgelastet.

Sie sind bis März 2024 gewählt. Sehen Sie sich als eine Art Interimspräsident oder ist es denkbar, dass Sie danach noch länger im Amt bleiben?

Für mich war immer klar: Ich mache das bis zur nächsten Hauptversammlung 2024, dann ist nach 24 Jahren im Verband definitiv Schluss – das wäre aber als Schiedsrichterchef genauso gewesen. Bis dahin bin ich mit vollstem Elan dabei!

 

Interview: Wolfgang Haenlein