2. Liga Süd: Rudersdorf ist der große gejagte

„Uns hatte wohl wirklich keiner auf der Rechnung“
Viele Gegner sprachen von einem „guten Lauf“, den der USVS Rudersdorf in der 2.Liga Süd Woche für Woche auf den Rasen brachte. Doch die Realität sah ganz anders aus, ein souveräner Herbstmeistertitel mit acht Punkten Vorsprung auf Jennersdorf unterstreicht das auch. „Wir waren natürlich selber überrascht über die Entwicklung in der Saison, unser Ziel war ursprünglich ein Mittelfeldplatz“, so Rudersdorf-Coach Klaus Fischer, der anmerkt, dass „uns wohl keiner wirklich auf der Rechnung hatte“. Der Tabellenführer spielt mit einer Lockerheit auf, lief – bis zu einem kleinen Durchhänger kurz vor Hinrundenende – von Sieg zu Sieg. Ganz so leicht ist es dann doch nicht, wie Fischer verrät: „Wir müssen immer alles abrufen, uns jeden Punkt hart erarbeiten“. Torjäger Ibrahim Sahin glänzte mit gleich 18 Volltreffern, dennoch „funktionieren wir nur als Kollektiv“. Die Ambitionen auf den Aufstieg sind gestiegen, aber in Rudersdorf spürt man weiterhin keinen Druck. „Wir müssen nicht mit aller Gewalt rauf. Es wird auch nicht die Welt zusammenbrechen, falls es nicht klappen sollte.“ Wenngleich man bereits die Weichen für die Burgenlandliga stellt, da „wirtschaftlich schon alles geregelt wurde“, übt man sich im Verein sportlich jedoch weiterhin in Understatement, will man im Frühjahr „einfach konzentriert und fokussiert arbeiten“. Während sich Rudersdorf als wahrer Überflieger der Saison entpuppte, blieben Klubs wie Stegersbach, Eberau und Neuberg dagegen eher blass.

  
Autor: Krone E-paper
 
Foto: SV Rudersdorf