Vereine sind die Opfer

▶ Zuständige Staatsanwaltschaft Graz bestätigt vier Verhaftungen im Zuge des Wettskandals der Regionalliga Ost
▶ Gegen weitere Personen wird ermittelt
▶ Beteiligte Klubs weder verdächtig noch beschuldigt

Gute drei Stunden lang saßen gestern Neusiedls Obmann Peter Eigl und Manager Lukas Stranz im Bundeskriminalamt – wobei ihnen gleich zu Beginn erklärt worden ist, dass weder der burgenländische Fußball-Ostligist, noch einer der anderen in den mutmaßlichen Wettskandal involvierten Vereine – konkret Mannsdorf und der Wiener Sportclub – verdächtigt oder beschuldigt werden.
„Wir sind vielmehr die Opfer“, bringt es Stranz auf den Punkt. Mehr darf er nicht mehr sagen, weil es sich um ein laufendes Verfahren handelt. Zu dessen Aufklärung man im Rahmen der Möglichkeiten beiträgt, in dem man verdächtig wirkende Vorkommnisse über untersuchte Spiele zu Protokoll gab. Um wieviele manipulierte Partien es sich konkret handelt, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Die zuständige Staatsanwaltschaft Graz, die schon beim großen Wettbetrugsfall um Sanel Kuljic und Dominik Taboga im Jahr 2013 federführend ermittelte, bestätigte gestern zumindest folgendes: „Es haben Hausdurchsuchungen stattgefunden, vier Personen befinden sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen laufen noch und richten sich auch gegen weitere bislang unbekannte Täter, weshalb zum genauen Umfang und Gegenstand der Ermittlungen keine weiteren Auskünfte erteilt werden können.“

„Das totale Chaos!“
Für Eigl und Stranz, die sich jetzt eigentlich um Verstärkungen kümmern wollten, hat die Winterpause jedenfalls mit einem Horrorszenario begonnen. Bleibt zu hoffen, dass alles aufgeklärt wird und den Vereinen kein Imageschaden entsteht.

 
Autor: Wolfgang Haenlein
 

Foto: SC Neusiedl

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