Frauen

- am Di,23.10.2018, 08:03 - Autor: ⚽ Michael Strini - Mein Bezirk
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FC Südburgenland - FFC Vorderland 1:5 (1:3)


Für den FC Südburgenland ging es am Sonntag bei der Heimdoppelrunde in Mischendorf gegen den FFC Vorderland bzw. die Sportunion Hitzendorf um ganz wichtige Punkte. Das Bundesliga-Match stand unter dem Motto "Fair Play - Kein Platz für Diskriminierung". Vorm Anpfiff dokumentierten beide Teams und das Schiedsrichtergespann gemeinsam diese Kampagne...


...Offenes Spiel und zweimal Aluminium
Beide Teams starteten ambitioniert, wenn auch verunsichert. Die erste gute Möglichkeit hatte Lisa Strobl, doch sie schupfte statt eines platzierten Schusses den Ball Gästetorfrau Sarah Traxl in die Hände (5.). Danach waren es aber die Gäste, die gefährlich nach vorne agierten. Nach einem Freistoß hatte Goalie Magdalena Eberhardt Mühe den Ball zu bändigen (12.). Zwei Minuten später setzte Nairelis Nazareth Gutierrez den Ball alleine vor Eberhardt nur an die Stange.
Nach einem Eckball hatte Verena Müller mit einem Lattenschuss Pech (19.). Zu der Zeit agierte Südburgenland in Unterzahl, denn nach einem Zweikampf hatte sich die starke Annalena Sauhammel am Ellbogen verletzt und musste auch durch Nadine Dotter ersetzt werden (24.).
Glückliche Führung und "schwarze Minuten"
In der Drangphase der Gäste fiel plötzlich das glückliche 1:0 für die Südburgenländerinnen. Nach einer schönen Kombination schlenzte Franziska Thurner den Ball Richtung Tor, der sich dann über Traxl hinweg unter die Latte senkte (29.).
Doch der Jubel hielt nicht lange, denn binnen elf Minuten gab Südburgenland das Match aus der Hand. Zunächst netzt Gutierrez im Konter zum Ausgleich (31.). Zwei Minuten später rettete Eberhardt mit toller Parade gegen Müller. Dann nützte Gutierrez einen Fehler der Defensive und von Eberhardt, die zu zögerlich herauskam, zum Führungstreffer (38.). Kurz darauf rettete Lefevre bei einem Sachs-Schuss auf der Linie (40.), aber einem weiteren Corner drückte Müller den Ball über die Linie. Bei diesem Treffer reklamierten die Südburgenland-Fans (vergeblich) Abseits (42.).
"Wir haben das Spiel leider in diesen zehn schwarzen Minuten verloren. Der Ausfall von Annalena war natürlich sehr bitter, denn sie war bis dahin eine Bank. Danach machten wir einfach zu viele einfache Fehler", so Trainer René Mahlknecht.
Nach Seitenwechsel zeigten die Südburgenländerinnen Moral, doch diese blieb unbelohnt. Zunächst blieb ein Rückpass von Sachs ungeahndet (54.), dann hatte Thurner mit einem Stangenschuss Pech (55.).
Auf der Gegenseite lief es besser, denn Veronika Vonbrül erzielte aus kurzer Distanz den vierten Treffer nur wenige Minuten danach (58.). Nach einem Foul von Dotter an Gutierrez zeigte Schiedsrichter Steuber völlig zurecht auf den Elferpunkt und Kapitänin Müller verwandelte souverän zum Endstand von 1:5 aus Sicht der Südburgenländerinnen. Im Finish hätte es nach einer Attacke an Pelzmann im Strafraum auch fürs Heimteam Strafstoß geben müssen, doch das Schiedsrichterteam hatte es anders gesehen (87.).
Am Ende jubelten die Vorarlbergerinnen über den letztlich verdienten und klaren 5:1-Triumph, der ihnen einen Sechspunktepolster auf Südburgenland und eine sicher angenehme Heimreise bescherte.

0:2-Niederlage für die 1b
Stark ersatzgeschwächt und mit gerade elf Spielerinnen trat im Anschluss das 1b-Team gegen Hitzendorf an. In einer mäßigen ersten Hälfte, in der sich beide Teams ziemlich neutralisierten, hatte die beste Chance für Südburgenland Kapitänin Kerstin Weber, doch ihren Schuss lenkte Keeperin Elisabeth Dirnberger mit einem Reflex über die Latte (25.). Kurz vor der Pause hatte Tanja Meixner mit einem Weitschuss die erste nennenswerte Tormöglichkeit für Hitzendorf (44.). So blieb es beim 0:0.
Nach einem schweren Patzer von Holndonner ließ sich Nadine Nellhiebel die Chance nicht entgehen und traf zur glücklichen Gästeführung (52.). Drei Minuten später setzte Raffaela Lesky den Ball an die Latte. Nach Idealpass erzielte Nellhiebel schließlich den entscheidenden zweiten Treffer (59.). Die Südburgenländerinnen hatten nichts mehr entgegenzusetzen, vor allem auch deshalb, weil sie nach der Verletzung von Anja Pauschenwein nur noch zu Zehnt zu Ende spielten. Hitzendorf kontrollierte die restliche Zeit und holte einen verdienten Sieg.
Quelle: »»» Michael Strini - Mein Bezirk